Was ist der Unterschied zwischen einem Speicherkamin und einem Grundofen?

Für den Laien ist das gar nicht so einfach zu erkennen.

Bei einem Speicherkamin wünscht sich der Nutzer eine möglichst große Sicht auf die Flamme und bevorzugt daher ein großes Sichtfenster. Das heißt aber auch, dass durch diese große Scheibe mehr direkte Wärme entsteht, dafür aber weniger Wärme gespeichert wird. Dadurch erkaltet diese Form der Ofenanlage auch schneller als ein Grundofen.

Bei einem Grundofen will der Nutzer eine lange gleichmäßige Wärme erreichen und legt keinen oder weniger Wert auf eine sichtbare Flamme. In früherer Zeit hatten Kachelöfen sogar überhaupt keine Scheibe, sondern nur Luftzufuhrschieber.

Beim Grundofen wird nachdem die Scheite abgebrannt sind, kein neues Holz nachgelegt, sondern die Luftzufuhr abgestellt, um so die Glut, den eigentlichen Wärmeträger, möglichst lange zu erhalten. Durch die richtig dimensionierten Züge, die durch den großvolumigen Ofen geführt werden, speichert sich die Wärme wesentlich länger, aber eben ohne Flamme.

So braucht ein guter Grundofen nur eine Holz-Füllung alle zwölf Stunden und hält die Wärme in der Zwischenzeit. Und beim Holznachlegen ist nicht einmal ein Anzünder erforderlich, da die Glut noch vorhanden ist.

Es ist also eine ganz individuelle Sache, für welche Art Ofen man sich letzlich entscheidet.